Hallo lieber Leser!

Mein Name ist Nadine, ich bin 21 Jahre und werde ab August 2012 meinen Freiwilligendienst in Juigalpa, Nicaragua machen. Dort war ich bereits im Oktober 2011 mit dem Kindermissionswerk-Die Sternsinger dank einer Multiplikatorenreise in Zusammenarbeit mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Mainz. Damals waren wir zwar nur 10 Tage dort, aber es waren einfach tolle Tage.
Nun ist das Kindermissionswerk meine Entsendeorganisation jedoch wird der Dienst auch von weltwärts gefördert. Im folgenden Blog werde ich versuchen so oft es geht über meine Erfahrungen zu berichten.

Montag, 18. Februar 2013

Mein Geburtstag

Auch wenn mein Geburtstag schon einen Monat her ist, möchte ich euch hier trotzdem erzählen, wie ein typ. Nicaraguanischer Geburtstag hier abläuft. Wenn auch mit kleinen Ausnahmen.

Der Tag meines Geburtstages war gleichzeitig der erste Tag in meinem neuen zu Hause und somit unglaublich spannend, neu und aufregend, aber natürlich auch viel mehr Arbeit, denn nun musste ich mich um alles kümmern, das Haus weiter putzen, aufräumen. Zum Glück musste ich nur Coca Cola kaufen, auch wenn ich als BDKJlerin das eigentlich nicht tun sollte
Aber die andere Cola, die es hier gibt, schmeckt einfach nicht und ich glaube auch nicht, dass die fairer produziert wird. Doch nun weiter im Text. Pünktlich um 3 ( Weltwunder in Nicaragua)  war dann ein Teil meiner Familie und meine Kollegen da. Mit natürlich jeder Menge Essen und noch mehr Coca-Cola, etwas Deko, einer tollen Torte und natürlich einer Piñata. Alles in allem, was er einfach ein toller nachmittag. Auch wenn ich abends dann erstmal etwas Bauchschmerzen hatte, denn zum Abendessen gab es natürlich noch Enchilladas mit Salat...viel, viel Essen also..und typisch Nicaragua.




Donnerstag, 24. Januar 2013

Ein kleines Lebenszeichen

Eigentlich dachte ich zu Beginn des Jahres, man der Januar wird echt ruhig werden, doch dann kam alles anders. Ich bin nämlich im Laufe der vergangenen Woche umgezogen und wohne nun 2 min von meiner Arbeitsstelle entfernt. Hier fühle ich mich nun auch richtig wohl, denn zuletzt gab es ein paar Probleme in meiner Gastfamilie weil ich öfters eben mit Freunden abends weg war.  Hier kann ich nun ohne Probleme meine Freunde einladen und auch abends weggehen. Und nun auch mal länger wie 22.00 Uhr.
In meinem neuen zu Hause fühle ich mich nun rund um wohl, auch wenn ich nun alles alleine machen muss, Wäsche waschen, Putzen, Kochen...in der Gastfamilie waren ja Haushälterinnen.
Fotos gibt es noch keine, da einfach noch ein bisschen Leben und Farbe in meinem neuen zu Hause fehlt.  Auch werde ich nun nicht immer rund um die Uhr Internet haben, sondern nur 2-3x die Woche.

Auf der Arbeit ist auch einiges los, denn gerade ist die Anmeldephase fürs nächste Schuljahr und ich bin für die Matrikulation zuständig. Somit bekomme ich auch mal mehr Kontakt zu den Eltern, die ich bisher noch gar nicht kannte. Auch erfahre ich viel mehr über die Hintergründe der einzelnen Familien. Ich bin gespannt wie es auf der Arbeit im Februar laufen wird, denn zur Zeit sind nur meine Kollegin Tania und ich da für die Kinder und eben meine Chefin. Elias hat nun eine andere Arbeit und eine Stelle ist noch offen. Ich hoffe sehr, dass bald Ersatz gefunden wird, denn sonst wird die Arbeit sehr, sehr streßig mit dann 25 Kindern pro Gruppe. Aber mal sehen, ich hoffe einfach, dass alles Gut wird.

Freitag, 4. Januar 2013

Feliz Navidad- Mein Weihnachtsfest

 Schon Weihnachten, dabei fühlt es sich doch gar nicht so an.  Bei 30°C kam bei mir zumindest einfach keine Weihnachtsstimmung auf.  Generell war dieser Tag recht komisch, meine Gastmama hatte morgens um 4.00 das Haus verlassen um zu ihrem Vater zu fahren. Und ich war daher alleine im Haus, da unsere Haushälterin und mein Gastbruder mitfahren mussten. Also hatte ich erstmal tierisch Langeweile. Raus konnte ich nicht, da ich keinen Schlüssel hatte und die andere Haushälterin sollte erst später kommen.  Das war gar nicht gut, den somit bekam ich dann doch etwas Heimweh nach zu Hause, schlecht war es dann daher auch, mit der ganzen Familie zu skypen. Ich wusste natürlich schon vorher, dass ich sie dann alle noch mehr vermisse...aber natürlich hab ich es trotzdem gemacht. Der einzige Trost war dann für mich, dass ich mich auf einen tollen Abend mit der Familie meines Freundes freuen konnte. Um 18.00 war es dann endlich auch soweit und ich wurde abgeholt um mit seiner Familie in den Gottesdienst zu gehen. Leider gab es kein Krippenspiel dafür durfte man nachdem Gottesdienst die Jesus Figur küssen. Und ich war so ziemlich die einzige die das nicht machen wollte...aber irgendwie fand ich das leicht unhygienisch und heuchlerisch, mich einfach anzustellen ohne es wirklich zu wollen.  Nach dem Gottesdienst ging es dann nach Hause und es gab erstmal Fingerfood, dass richtige Essen gab es dann um Mitternacht. Hühnchen mit leckerer Soße und Reis, Tortillas, Käse, Brot und vieles mehr. Richtig lecker. Danach gabs dann auch Geschenke und eine Piñata. Am meisten hat mich gefreut, dass sogar die Mama meines Freundes ein Geschenk für mich hatte. Danach wurde gefeiert, bis dann leider die Polizei kam, denn an der Straßenecke prügelten sich zwei Gruppen und die eine floh, dann in Richtung unseres Hauses und wurde direkt davor dann festgenommen. Da waren dann alle recht aufgeregt, vorallem da mein Freund kurz vorher noch an der Straßenecke versucht hatte, alle auseinander zu bekommen und den Streit zu schlichten. Zum Glück ist er aber rechtzeitig dann abgehauen. Danach wurde dann aber ruhig weitergefeiert bis morgens um 4.



Dezember

Erst einmal tut es mir leid, dass ich schon fast einen Monat nichts mehr geschrieben habe aber es war viel los obwohl ich ja eigentlich Ferien habe. Daher hier nun in chronologischer Reihenfolge was so alles passiert ist.

Weihnachtsfeier: 

Natürlich hatten wir auch hier mit den Kollegen vom Centro und von der Caritas eine tolle Weihnachtsfeier und zum Glück habe ich eine tolle Gastmama, die es mir erlaubt hat, alle hier in unser Haus einzuladen und zu bekochen. 
Das Programm sah bei uns aus wie in Deutschland, leckeres Essen (nämlich Pizza und anschließend Pfannkuchen mit Nutella nach Mamas Rezept ;) ) und anschließend haben wir gewichtelt. Eigentlich finde ich wichteln ja echt super, aber hier hat es mich zu Verzweiflung gebracht. Denn hier sind die Läden a) nicht gut sortiert b) haben sie die Sachen nicht immer in allen Größen c) ich gebs zu, ich wollte das mein Geschenk perfekt ist, da es für meinen Lieblingskollege war. Also war ich vorher 2-3h in der Stadt am suchen, aber zum Glück haben die T-Shirts ihm gefallen. 
Leider endete der Abend nicht so super, denn nachdem alle sich auf den Heimweg gemacht hatten, wurde mein Kollege ca. 30m von meinem Haus überfallen und ihm wurde sein Geld und sein Handy gestohlen. Das ganze hat mich schon recht fertig gemacht, da es genau dort passiert ist, wo ich jeden Tag langlaufe und wo wir 1,5h vorher noch waren um an der Tankstelle Milch zu kaufen. 
Danach hatte ich das erste Mal seit dem ich hier bin, richtig Angst das Haus zu verlassen. Meine Gastmama ließ mich daher am Morgen von einem ihrer Mitarbeit ins Centro fahren, da sie merkte wie verunsichert ich war an die Hauptstraße zu laufen um mir ein Taxi zu suchen. Ich glaube mich hat es auch deshalb so mitgenommen, weil es quasi direkt vor meiner Tür war und er ist dann auch noch ein Nica..ich bin ja hier als Gringa ein viel begehrteres Ziel, weil die Leute denken, ich hätte jede Menge Geld. Nach 2-3 Tagen hatte sich die Angst dann wieder gelegt, jedoch bin ich nun viel vorsichtiger geworden.







Promocíon/ Abschlussfeier

Am 15.12 hatte ich dann die Ehre mit auf die Abschlussfeier meines Kollegen zu gehen. Er hatte sein Bachiller gemacht und kann nun zur Uni gehen.Der Tag fing daher schon um 5.30 an, da mir gesagt wurde, es ginge um 8.00 los. Da ich es ja hasse unpünktlich zu sein, war ich natürlich schon um 7.45 da. Noch VOR den Absolventen, denn ab 8.00 war erst der Einlass. Und es sollte erst um 9.30 losgehen. Das hatte mein Kollege aber verpeilt mir zu sagen. So durfte ich dann eine Stunde warten und fühlte mich als einzige Weiße sehr beobachtet, nicht beängstigend, sondern die Leute waren glaube ich einfach neugierig mit wem ich denn hier wohl mich verabredet hätte aus dem Abschlussjahrgang. 

Interessant war, dass vieles sehr amerikanisch wirkte mit Toga und Hut und mega viel Aufwand. Außerdem waren viele Absolventen schon recht alt und erschienen mit ihren Kindern oder Ehemännern. Traurig ist aber, dass nicht alle Absolventen da waren, da nicht jeder das Geld dafür hat, sich eine Toga zu kaufen, Fotograf mitzubezahlen usw. 

Während der ganzen Feier wurde viel Wert darauf gelegt mit allen und jedem andauernd Fotos zu machen ,dafür wurden sogar mehrer Fotografen angeheuert ( ich weiß gar nicht ob es das bei meiner Abifeier gab). Für mich war es zeitweise jedoch recht langweilig, weil es ewig dauerte jedem sein Zeugniss in die Hand zu drücken, genug Fotos zu machen und dann nicht zu vergessen die Reden der Lehrer, der Direktorin, eines Politikers...das finde ich ja schon in Deutschland nervig...aber durch meine Müdigkeit war es noch schlimmer. Nach 3,5h war das ganze dann zum Glück zu Ende und es ging zu meinem Kollegen nach Hause um gemütlich mit allen etwas zu Essen und zu trinken. 




Die Familie meines Kollegen








Und nein, die Kleine ist nur seine Nichte und nicht seine Tochter, nur damit keine falschen Spekulationen entstehen ;)











Schwimmbad =)


Endlich hatten wir auchmal Zeit gefunden ins Schwimmbad zu fahren. Die Frage war allerdings zu Anfangs wie kommen wir hin? Die Lösung war schnell gefunden, wir quetschten uns mit 6 Erwachsenen ohne den Fahrer mitzuzählen und 2 Kindern in ein Taxi. Nach 15min waren wir dann zum Glück am Ziel angelangt. Doch leider war das Schwimmbad recht klein und leider hatten alle Frauen Tops und Badehosen an, also nichts mit meinem tollen Vorhaben meinen neuen Bikini                        einzuweihen. Dank der KjG bin ich natürlich mit einer stylischen Badehose ausgestattet gewesen und konnte mich den Gegebenheiten anpassen. Auch die Männer schwimmen nur mit T-Shirts und mir wurde erklärt das es sich nicht gehört im Bikini schwimmen zu gehen, worauf ich dann erklärt habe, dass es in Deutschland genau umgekehrt ist und ich erstmal verwunderte Gesichter vor mir hatte. Auch wenn das Becken nur klein war und man nur bedingt drin schwimmen konnte war es dennoch super, vorallem mit den Kids war es lustig, auch wenn es der ganz kleinen Anfangs nicht so gefallen hat, da es für sie das erste Mal war, dass sie im Schwimmbad war. Auf dem Foto mit mir, war sie sogar das erste Mal überhaupt im Wasser. Typisch Nica gab es natürlich auch jede Menge zu Essen. Pommes, Hühnchen, Salat und natürlich Reis. Nachdem Essen hatte ich leider Pech und schnitt mir den Zeh auf, leider so tief, dass es mega zu bluten begann und ich nicht mehr ins Wasser konnte, doch da ich Karten dabei hatte, und nie alle im Wasser waren, vertrieb ich mir die Zeit mit MauMau. Alles in allem war es ein echt tolller Tag und ich kam zwar müde und mit einem kaputten Zeh nach Hause aber es war trotzdem super!

Hochzeit!

Als ich die Einladung zur Hochzeit bekam, muss ich gestehen, fühlte ich mich mega happy so nachdem Motto: Nadine, hier ist dein Foto :D Also hieß es für mich wieder Geschenke suchen :D Das ausdrücklich Geschirr gewünscht wurde, war natürlich nicht einfacher für mich, dank meiner Kollegin, fand ich dann aber ein hübsche Gläser.
Die Hochzeit verlief dann recht unspektakulär, natürlich fing sie später an, als auf der Einladung stand ( Pünktlichkeit wäre ja schon untypisch, außerdem fehlten noch die Gäste und die Braut zu dem Zeitpunkt )


Als es dann losging,  gab es einen ruhigen Gottesdienst. Eine Sache die neu für mich war, war das dem Paar ein riesiger Rosenkranz umgelegt wurde, als Symbol dafür, dass sie verbunden sind. Auch dürfen Trauzeugen nur Personen werden die verheiratet sind, weshalb es dann die jeweiligen Eltern des Brautpaares waren. Nach der Kirche ging es dann weiter zum dem gemieteten Saal wo es Essen geben sollte und die Party sein sollte. Schade für die Stimmung war, dass es ewig kein Essen gab ca 2h haben wir gewartet und auch nichts zu drinken oder so, noch nicht mal mehr ein Wasser. Auch waren die meisten Gäste nicht so tanzfreudig, sodass  ich meistens nur mit ein paar Freundinnen auf der Tanzfläche war. Da tat mir das Brautpaar dann richtig leid, dass einfach keine gute Stimmung aufkommen wollte. Um 21.00 machten wir uns daher dann alle ermüdet vom Tanzen schon auf den Heimweg. 

Samstag, 8. Dezember 2012

Purisima y Despedida del año



 Donnerstag 4.30: Was ist da los? Träume ich oder spielt da wirklich eine Band im Haus? 4.35 So einen Mist kann ich nicht träumen dachte ich, hab mich dann schnell umgezogen und bin runter in den Flur und tatsächlich, da stand eine Band vor der Tür und hat für meine Gastmama gespielt. Um 5.00 war dann der Spaß wieder vorbei und ich konnte wieder schlafen gehen.

Reis, Zucker, Lebensmittelfarbe..
Um 9.00 war ich dann auch schon auf der Arbeit...leider vollkommen fertig, da ich zwischen 5-7.00 noch einmal geschlafen hatte. Aber es gab viel zu tun im Zentrum, Päckchen packen, Refrescos machen, Stühle stellen uvm. Spaß machte vorallem, dass Refresco anrühren. s. Foto.


Ich beim mischen eines typ. Getränkes für Purisima
Nichte meiner Chefin
  
fertigen Pakete für jedes Kind mit Obst und Süßigkeiten

Nachdem dann alles fertig war, ging dann der ganze Spaß los.
Altar
Erst Gebete und einen Teil des Rosenkranzes, alles wollten wir den Kindern nicht zumuten und danach gabs dann die Piñata! Ich durfte dann auch mal draufschlagen, hat allerdings nicht viel genutzt. Zum Schluss musste dann mein Kollege sie zerstören und sich dann vor den Kindern retten.
 Am Ende gab es dann aber jede Menge glücklicher Gesichter! Danke daher auch an alle die für die Adventskalender gespendet hatten, mit den restlichen Süßigkeiten hatte ich nämlich die Piñata füllen können.

Piñata vs. Nadine





Glückliche Gesichter

Nach der Party im Zentrum ging es dann zur Tankstelle, zur Purisima meiner Gastmama. Da war alles viel exklusiver, nur Mitarbeiter und ihre Familien durften eintreten, viele mussten vor der Tür bleiben. Auch die Tüten sahen etwas anders aus, mit Obst, Süßigkeiten, Bällen für die Kinder, und noch vielem mehr.  Aber auch hier wurde ersteinmal der Rosenkranz gebetet und gesungen. Obwohl ich schon ziemlich am Ende war mit meinen Kräften, war es trotzdem eine schöne Sache und ich war froh, dass eine andere Freiwillige und ihre Chefin auch mit dabei waren. 
Pakete meiner Gastmama


Altar meiner Gastmama



Etwas anders wie mit den Kindern im Centro

Dienstag, 4. Dezember 2012

Zwischen zwei Welten

Am vergangenen Wochenende war ich auf den 15. Geburtstag einer Nichte meiner Gastmama eingeladen. Bei einem 15. Geburtstag denkt man zunächst natürlich erst einmal an Kaffee, Kuchen und ein paar Geschenke; hier in Nicaragua dann noch an eine Pinata.

In meiner Gastfamilie hieß es jedoch ab in ein All-Inklusive Hotel, mit Strand, Pool, internationalem Essen und privater Party in einer Bar. Für mich war dieses Wochenende wie in einer anderen Welt. Auf der einen Seite, meine Arbeit mit Kindern, die nicht immer was zu Essen haben oder Geld für Schulkram und dann meine Gastfamilie mit 65 Leuten in einem super tollen Hotel. Aber nicht nur mit der Familie, auch einige Mitarbeiter der Tankstelle meiner Gastmama waren eingeladen. (Wieso hab ich nicht so ganz verstanden)

So schön das Wochenende aber auch war, der Strand, Palmen, Meer, wie im Paradies eben, so schlecht kam ich mir dann manchmal auch vor, weil ich einfach so viel Glück habe, Glück mit meiner Gastfamilie, mit meinen Freunden, mit allem hier aber auch in Deutschland.


Wahrscheinlich hat es mich auch deswegen beschäftigt, da ich in der letzten Woche viel mehr über die Schicksale der Kinder erfahren habe und auch mehr mit anderen Enkeln und Nichten meiner Gastmama zu tun hatte, die es wiederum gar nicht zu schätzen wissen, wie gut sie es haben, dass ich manchmal auch ein wenig verärgert war.

Trotz aller Nachdenkereien, es war ein tolles Wochenende, mit tollem Wetter, netter Familie und vielen Freunden.

Einer der Pools

Meine Cousins

Der Strand

Lady und ich


Party- Crew

Dienstag, 20. November 2012

Adventskalender II

Meine fleißigen Kollegen 
Seit 2 1/5 Wochen basteln wir nun fleißig nach dem Unterricht Adventskalender und schon 30 sind fertig und 17 müssen wir noch fertig stellen. Und ich muss sagen, ich bin echt froh, wenn ich kein Papier mehr vorbereiten muss, keine Kästchen zu Ende basteln muss, weil die Kinder vorher nicht genau gearbeitet haben und es dann irgendwie doch nicht klappt.

 Aber auf der anderen Seite ist die Freude der Kinder es auch echt wert. Und egal ob Jungs oder Mädchen, fast alle basteln voll begeistert mit und die, die schon fertig sind helfen den anderen, weil es ihnen auch einfach Spaß macht wie sie sagen. Ich finde es einfach toll, wie sozial die Kinder sind. Auch wenn ich dann ab und zu nicht für 5 Kinder alles gleichzeitig machen kann, sagen die Älteren schonmal, ach gib mir das ich mach das für dich fertig.                
Auch ist es toll, weil ich somit Zeit hab, viel  mehr mit den Kindern zu reden, auch wenn es mir dann manchmal Leid tut, wie schlimm es manchen Kindern geht. Gerade von meinen Lieblingskindern ( 4 Geschwister, und ich weiß, man sollte keine Lieblingskinder haben, aber sie sind es nunmal einfach) die Geschichte ist traurig, die Mutter kann nicht lesen, ist den ganzen Tag am Arbeiten weil ihr Mann Alkoholiker ist und sie ihn rausschmeißen musste, zum Wohle ihrer Kinder.                      

Aber auch bei vielen anderen Kindern ist es so, dass sie den ganzen Tag bei der Großmutter oder anderen Verwandten sind, weil die Mutter am arbeiten ist. Das heißt aber leider nicht, dass sie sich dann unbedingt gut um ihre Enkel kümmern. Oder aber im schlimmsten Falle, sind die Kinder meistens alleine oder dann jeden Tag im Centro, wo ihnen dann jemand bei den Hausaufgaben helfen kann.  Ich könnte nun noch viel mehr Schicksale schildern, aber ich glaube, dass dies schon zeigt, wie wichtig auch die Arbeit des Centro ist für das Viertel.                       Nicht nur,
dass viele Eltern ihren  Kindern nicht helfen können weil das Material ( Wörterbücher, Schulbücher, Buntstifte, Papier usw. ) einfach nicht da ist, sondern weil sie auch einfach keine Zeit haben oder auch einfach  selber nicht lesen und schreiben können.

Daher vielen, vielen Dank an meine Freunde und Familie, die dieses Projekt für mich möglich gemacht haben!




Zum Glück hab ich ein großes Zimmer um die fertigen Kalender aufzubewahren, jedes Kind eine Tüte mit Namen und 24 Kästchen, die ich dann nächste Woche mit Süßigkeiten füllen werde.